Standardisierte Abläufe einführen

Die Qualität in Service und Küche könnte in jedem Betrieb nachhaltig stabilisiert und gesichert werden, wenn nur … ja wenn nur die Mitarbeiter einsichtig wären und ihr Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen würden. Es ist kaum zu glauben, aber immer festzustellen, Mitarbeiter möchten eigentlich keine Festschreibung, sie lieben die Veränderung nicht.

Was ist in solchen Fällen zu tun? – Am Besten, die Voraussetzungen ändern, mit der Änderung in der Geschäftsleitung beginnen, mit Prinzipien bei sich selbst vorbildlich zu beginnen. Die 5 Prinzipien des Qualitätsmanagements:

1. Prinzip: Transparenz

Damit ist gemeint, dass jeder bei jedem Mitarbeiter, sowie auch die Mitarbeiter bei der Geschäftsleitung Einblick in relevante Unterlagen bekommt. Dies zeigt sich z. B. bei Einbindung der Mitarbeiter in die Aktionsplanung, die im Wesentlichen von den Mitarbeitern durchgeführt wird. Ein häufiger Verstoß gegen die Regel ist bei den Gesprächsprotokollen festzustellen: Sie werden nicht geschrieben, nicht ausgehängt und nicht ausgehändigt.

2. Prinzip: Information

Die Mitarbeiter sind zu informieren über Entwicklungen, Bewertungen. Die drei Informationsebenen sind: Betrieb an Mitarbeiter; Mitarbeiter an Betrieb; Mitarbeiter an Mitarbeiter. Das Ziel dieses Prinzips ist es, die Motivation zu wecken bzw. zu steigern. Nur wenn man „alles“ erfährt, kann man qualitätsbewusst handeln.

3. Prinzip: Schriftlichkeit

Der Volksmund sagt schon: „Wer schreibt, der bleibt“. Ziel dieses Prinzips ist es, Grundlagen für die Prinzipien 1 und 2 zu schaffen. Leider ist es gerade in unserer Branche schwierig, Mitarbeiter zum Aufzeichnen, Schreiben, Festhalten von Gegebenheiten und Entwicklungen zu bewegen.

4. Prinzip: Messungen (Rechenschaftsbereitschaft)

Auch hier sagt der Volksmund: „Miss es oder vergiss es“. Nur wenn wir unsere Leistung auch messen lassen, erkennen wir unseren Standard, bzw. ist unsere Leistung in Bezug auf das Ganze festzustellen. Vielen Mitarbeitern scheint dieses Prinzip „zu weit zu gehen“. Von Sportveranstaltungen wissen wir jedoch, dass es sie nicht geben würde, wenn nicht z. B. der 100 Meter Lauf in Sekunden gemessen würde. Messungen sind die Voraussetzungen für Verbesserungen.

5. Prinzip: Kooperationsbereitschaft (nie etwas alleine machen)

Allein bestimmen, allein handeln, wie es „Diktatoren“ gerne tun, ist out. Der heutige Mitarbeiter möchte „mitgenommen“ werden, d. h. im Vorfeld Informationen über Dinge bekommen, die er später letztendlich umsetzen soll. Das beste Beispiel für ein solches Bedürfnis sind die aktuellen Aktionen von „Stuttgart 21“. Hier wurde genau dieses „mitnehmen“ unterlassen.

Was damit gesagt sein soll: Durch das Vorleben, die Bereitschaft, mit Veränderungen bei sich selbst zu beginnen, wird jene Situation geschaffen, die letztendlich Mitarbeiter animiert, dem Vorbild nachzustreben.

Ist es schwierig, einen Prozess darzustellen? Die Antwort gibt Radio Eriwan:

„Ist es richtig, dass Prozesse leichter zu machen sind als jeder glaubt?

Im Prinzip ja, nur sind Prozesse deshalb nicht leicht, weil Mitarbeiter glauben, sie müssten auf ihren Prozessen sitzen bleiben, um das Gleiche zu haben.“

Möchten Sie mehr über Prozesse wissen, mehr Stabilität in Ihrer Qualität bekommen? Dann melden Sie sich. Wir helfen gerne im Rahmen der förderfähigen Beratung.